Lieferketten-Transparenz im Werk: Linien, WIP, Regale und Docks auf einer Live-Karte
Linienbestand, WIP-Ladungsträger, Werkzeuge, Regale und Dock-Termine auf einer Live-Indoor-Karte Ihres Werks – mit OEE-, Andon- und Qualitätsberichten.


Das Wichtigste
Lieferketten-Transparenz endet am Werkstor
Die Lieferkette eines Montagewerks ist bis zum Tor gut verfolgt. Das ERP weiß, was bestellt wurde, das Portal des Spediteurs weiß, wann der Lkw kommt, und das MES weiß, welcher Fertigungsauftrag auf welcher Linie läuft. Dann rollt die Palette über die Überladebrücke, und die Transparenz schrumpft auf das, woran sich jemand erinnert. Ist das Kit für den nächsten Auftrag bereitgestellt? Welcher Ladungsträger steht zwischen Station drei und vier? Ist der Drehmomentschlüssel zurück in der Werkzeugausgabe oder an der anderen Linie?
Das sind Ortsfragen, und satzbasierte Systeme beantworten sie schlecht. Eine Live-Indoor-Karte dreht die Reihenfolge um: Zuerst kommt das Werk, und jeder Datenstrom – Aufträge, Andon-Rufe, Regalbestand, Tag-Lesungen, Dock-Termine – wird an die Linie, die Station, das Regalfach oder das Tor geheftet, das er beschreibt. Das sollte Lieferketten-Transparenz im Werk bedeuten: kein weiteres Dashboard mit Prozentwerten, sondern der Hallenplan als gemeinsamer Index aller Systeme.
Das Werk einmal modellieren: Linien, Stationen, Regale und Docks
Alles beginnt mit dem Gebäude. Im Editor platzieren Sie den Plan jeder Etage – ein PDF wird anhand des Blattformats skaliert, eine DWG-Zeichnung wird als Grundrissbild dargestellt, oder Sie nehmen ein PNG oder JPG – und richten ihn maßstabsgetreu auf einer echten Basiskarte aus. Das Erdgeschoss von Summit liegt auf seinem Architekturblatt, darüber sind Montagehalle, Regale, Docks und Versorgungsanlagen nachgezeichnet. Siehe CAD- und PDF-Import.
- Flächen – Montagelinien, Arbeitsplätze, Qualitäts- und Prüfbereiche, Wareneingangs- und Versanddocks sowie Versorgungsanlagen, jeweils so benannt wie in Ihren anderen Systemen.
- Regale – Rohmaterial- und Fertigwarenregale als Raster aus Fächern; bei Summit sind das 867 Plätze, jeder adressierbar über Reihe, Spalte und Ebene.
- Marker – feste Einrichtungen wie Andon-Tafeln, Positionen von Lesern und Gateways, Brandschutzpunkte und Werkzeugausgaben.
- Wände, Türen, Routen und Treppen – damit das Modell als Gebäude lesbar ist und das Obergeschoss an das Erdgeschoss anschließt.
Regale sind das Arbeitspferd für Lieferkettenthemen. Das Regal-Werkzeug zeichnet ein Raster mit zwei Klicks; jedes Fach kann einen Behälter mit Status, SKU, Kapazität und externem Code tragen, und ein quadratisches Regal lässt sich wie ein Palettenregal in Ebenen stapeln. Stilregeln färben dann jedes Fach nach einem Feld Ihrer Wahl.


Linienbestand und Kits, modelliert mit Ihren eigenen Daten
Am Linienrand wird die Lieferkette meist unsichtbar: kleine Behälter und Durchlaufkanäle an jeder Station, nachgefüllt von einem Routenzug-Fahrer im Takt. Spatial Map hat keine eigene „Linienrand“-Funktion und braucht auch keine. Ein Platz am Linienrand ist ein Regalfach, und ein Nachschubsignal ist eine Zeile in einer Tabelle.
- 1Linienregale zeichnen
Zeichnen Sie neben jedem Arbeitsplatz ein kleines Regal, ein Fach pro Behälter oder Durchlaufkanal. Geben Sie jedem Fach einen externen Code, der zum Behälteretikett passt, etwa L2-ST04-B03.
- 2Tabelle für Linienbehälter anlegen
Tabellen → Neue Tabelle, mit Behältercode, Teilenummer, Bestand, Meldebestand und einem Status wie Voll, Niedrig, Leer oder Gesperrt.
- 3Tabelle an die Fächer binden
Legen Sie eine Datenverknüpfung auf der Tabelle an und wählen Sie Match by external code, damit jede Zeile auf dem Regalfach mit demselben Code landet.
- 4Nach Status gestalten
Fügen Sie Stilregeln hinzu – Leer rot, Niedrig gelb, Voll grün. Die erste passende Regel gewinnt, also kommt die dringendste zuerst.
- 5Aus den Scannern schreiben
Lassen Sie die Scan-App oder das MES jede Entnahme und jede Nachfüllung über die Schreib-API in die Tabelle schreiben; offene Karten aktualisieren sich ohne Neuladen.


Kits folgen demselben Muster vom anderen Ende her. Ein Kommissionierbereich ist eine Gruppe von Flächen oder Regalfächern; eine Kit-Tabelle mit Fertigungsauftrag, Kit-Status (In Kommissionierung, Bereitgestellt, Geliefert) und Ort zeigt allen, welche Kits fertig sind. Tragen die Kit-Wagen ein Tag, wählen Sie den Tabellentyp Asset (mobile), und jeder Wagen erscheint als Live-Marker an seiner letzten Lesung. Das Behälter-zu-Fach-Muster wird Schritt für Schritt in Von der CSV-Behälterliste zur Live-Regalkarte erklärt.
WIP-Ladungsträger, Werkzeuge und Teams in Bewegung
Bei Summit werden die Tags der WIP-Ladungsträger zwischen den Stationen per RFID gelesen, BLE-Tags orten Werkzeuge und Teams in der Halle, und Gateways melden den Gerätezustand je Bereich; 11 verfolgte Assets sind auf der Karte zu sehen. Jeder dieser Datenströme ist eine Tabelle, und jede Tabelle lässt sich auf mehrere Arten zeigen:
| Frage | Benötigte Daten | Darstellungsmodus |
|---|---|---|
| Wo ist jeder WIP-Ladungsträger gerade? | Letzte Lesung pro Träger, mit lng/lat | Live location marker |
| Welchen Weg nahm ein Träger zwischen den Stationen? | Die Änderungshistorie der Tabelle | Movement trails oder Historical movement |
| Wo ist der Drehmomentschlüssel oder der Lehrenwagen? | BLE-Positionen pro Werkzeug | Live location marker + Stilregeln |
| Wo ballt sich die Aktivität in der Halle? | Positionierte Lesungen oder Ereignisse | Heatmap of activity |
| Welche Leser und Gateways sind offline? | Eine Zeile pro Gerät mit Status | Pulsing zone activity + Stilregeln |
Gespeicherte Filter halten Ebenen lesbar: Eine Datenverknüpfung zeigt nur die Träger des Auftrags auf Linie 2, eine andere nur Werkzeuge, deren Kalibrierung fällig ist. Das allgemeine Muster hinter Tag-basiertem Tracking finden Sie in Echtzeit-Indoor-Asset-Tracking und im Beispiel zu Live-Markern.
Rohmaterial rein, Fertigware raus: Regale und Docks
Bei Summit liegen beide Enden der Linie auf demselben Plan. Rohmaterialregale stehen auf der Wareneingangsseite, Fertigwarenregale auf der Versandseite, mit 867 Plätzen dazwischen. Der Bericht Raw Materials & Finished Goods zeigt den Regalbestand an beiden Enden, und Material Flow & Orders verfolgt Fertigungsaufträge und Materialbewegungen durch das Werk.
Docks sind Flächen mit einem Zeitplan. Dock Appointments, eine der Tabellen von Summit, enthält die Zeitfenster, und der Bericht Receiving & Shipping Docks listet sie neben der Karte. In Ihrem eigenen Werk kann eine Color-a-shape-Verknüpfung jedes Tor nach dem Status seines aktuellen Zeitfensters einfärben – etwa Erwartet, Am Tor, Entladung, Erledigt –, damit Hofteam und Linie dasselbe Bild sehen.


Gabelstapler verbinden beide Enden, und auch dafür hat Summit einen Bericht: Forklifts & Walkway Safety. Stapler-Marker neben den Gehwegen und Dock-Toren zu lesen, die sie kreuzen, ist genau die Art Frage, die ein Hallenplan besser beantwortet als eine Liste.
Andon, Linienleistung und Qualität dort, wo sie entstehen
Die Montagelinien und Arbeitsplätze von Summit melden Ausbringung und Andon-Rufe in Tabellen wie Assembly Lines und Andon Events. Auf der Karte kann eine Stilregel eine Station mit offenem Andon-Ruf rot färben, und ein Werte-Badge kann die Ausbringung jeder Linie direkt auf die Linie schreiben. Die Farbe ist das Signal: Spatial Map verschickt keine Benachrichtigungen, also gehört die Karte auf den Bildschirm, den Ihre Meister ohnehin im Blick haben.
- Line Performance & OEE – Ausbringung, Verfügbarkeit und OEE je Linie.
- Workstations & Andon – Andon-Rufe und Stationsstatus.
- Quality & Inspection – Prüfungen und Ergebnisse je Qualitätsbereich, aus der Tabelle Inspections.
- Plant Utilities – Versorgungs- und Umgebungswerte aus den Sensoren des Werks.
Berichte entstehen aus denselben Tabellen – Zusammenfassung, Detail, bearbeitbar oder Verlauf – mit KPI-Widgets und Diagrammen, und ein Vollkarten-Bericht setzt das Live-Werk in die Mitte, Liste und Diagramme rundherum. Zusätzlich erhält jeder Standort acht integrierte Berichte über das Gezeichnete, von Etagen und Flächen bis zu Regalen und Markern. Jeder Bericht lässt sich als PDF, Excel, CSV oder JSON exportieren.
“Eine OEE-Zahl sagt Ihnen, dass eine Linie Zeit verliert. Eine rote Station auf der Karte sagt Ihnen, welche – und das Regal daneben oft, warum.”
Vom Sicherheitslager an die Linie: Northgate Electronics
Elektronikmontage bringt ein zweites Lieferkettenproblem mit: Bauteile sind klein, wertvoll und leicht zu verlieren. Northgate Electronics — Assembly & Secure Store legt die Produktionslinien auf dieselbe zweigeschossige Karte wie das Sicherheitslager, den Tresor und die Gitterboxen, die sie versorgen. Material-RFID-Tags werden gelesen, wenn Bauteile vom Lager zur Linie wandern, BLE-Tags orten Werkzeuge Raum für Raum, und an jedem Ausgang sitzen Zutrittspunkte und Durchgangszähler.


- Line Output & Component Shrink – Linienausbringung neben Bauteilproblemen, damit eine Fehlmenge an der Linie neben dem steht, was das Lager verlassen hat.
- High-Value Stock & Shrink – Tresor- und Gitterbox-Bestand aus der Tabelle Vault & Cage Inventory.
- Choke-Point Flow und Access Control – was und wer Ausgänge und Sicherheitstüren passiert hat.
Northgate ist die Demo sowohl für die Lösung Lieferkette als auch für Diebstahlschutz: Dieselben RFID-Lesungen, die den Materialfluss zeigen, zeigen auch, wo Schwund entsteht. Erkunden Sie sie auf der Northgate-Showcase-Seite.
MES, ERP, Scanner und Leser anbinden
Auf herstellerspezifische Konnektoren müssen Sie nicht warten. Alles, was JSON senden oder bereitstellen oder eine Datei exportieren kann, speist die Werkskarte:
- Tabellen mit Schreib-API – eine Tabelle pro Datenstrom und ein API-Schlüssel pro System. Ideal für Andon-Ereignisse, Prüfungen und Tag-Lesungen. Siehe Schreib-API für Tabellen und das Beispiel zur Schreib-API.
- REST-Abruf – eine Tabelle ruft den Endpunkt Ihres MES oder ERP nach Zeitplan ab, mit API-Schlüssel, Bearer-Token oder eigenen Headern.
- Datei-Upload – CSV, XLSX, JSON oder GeoJSON für Dock-Termine, Fertigungsaufträge oder einen nächtlichen Bestandsexport.


Wählen Sie den Typ, der zum Objekt passt: Polygon / area für Linien und Docks, Asset (mobile) für Ladungsträger, Werkzeuge und Kit-Wagen, RFID tag für Tag-Lesungen, Sensor für Versorgungsanlagen. Der Typ legt die Standardfelder einer neuen Tabelle fest; jedes davon können Sie umbenennen, umtypisieren oder entfernen. Legen Sie dann pro Ebene eine Datenverknüpfung an und ergänzen Sie Stilregeln.
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